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Klimapolitischer Aufbruch

29. November 2021

Klimapolitischer Aufbruch

Das neue Energiewende- und Klimaschutzgesetz tritt zum 1. Januar 2022 in Kraft

Die Neufassung des Gesetzes trägt den neuen Klimaschutzzielen Rechnung, die auf Bundesebene vereinbart wurden. Dem war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vorangegangen. Für die Energiewende und den Klimaschutz ist das Gesetz ein Meilenstein: mit konkreten und verbindlichen Maßnahmen.

Negative CO2-Emissionen ab 2050

Die Treibhausgasemissionen sollen bis zum Jahr 2030 um mindestens 65 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 gesenkt werden, bis zum Jahr 2040 um mindestens 88 Prozent. Bis zum Jahr 2045 soll so die Netto-Treibhausgasneutralität erreicht werden. Und es geht weiter: Bis zum Jahr 2050 sollen negative Emissionen verzeichnet werden. 

Ausbau von Photovoltaikanlagen

Die PV-Installation auf geeigneten Dachflächen bei Neubau und Renovierung wird zum Standard – und zwar bei 10 Prozent der Dachfläche von Nichtwohngebäuden. Und auch beim Neubau von Parkflächen sind Photovoltaikanlagen vorgesehen.

Nutzungspflicht von Erneuerbaren Energien

Beim Tausch von Heizungsanlagen in Gebäuden, die vor 2009 gebaut wurden, müssen ab Juli 2022 mindestens 15 Prozent des jährlichen Energiebedarfs aus Erneuerbaren Energien kommen. Für Kommunen bis zu einer bestimmten Größe gilt die Erstellung eines Wärmeplans als verpflichtend.

Landesliegenschaften werden CO2-frei

Die Wärme- und Stromversorgung des Landesliegenschaften soll bis 2040 emissionsfrei werden, bis 2030 schon sollen alle Fahrzeuge bis auf einige Sonderfahrzeuge ebenfalls klimaneutral fahren. Eine Reduktion der Büroräume um 20 Prozent und Photovoltaik und nachhaltige Baumaterialien bei Neubauten sind zudem vorgesehen. Bis 2030 sollen zudem darüber hinaus alle Schienenlinien treibhausgasneutral werden.