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Schleswig-Holstein stärkt seine Biodiversität

19. November 2021

Schleswig-Holstein stärkt seine Biodiversität

KURS NATURA 2030 – grün-blaue Naturräume herstellen

Im Oktober 2021 hat die Landesregierung Schleswig-Holsteins eine Biodiversitätsstrategie vorgelegt. Ziel der KURS NATUR 2030 ist es, den Rückgang der schleswig-holsteinischen Biodiversität zu stoppen. Es soll eine Trendumkehr bewirkt und Ressourcen effizient geschützt werden.

Die Ziele sind klar gesteckt: Bis 2030 sollen 30 Prozent der Landesfläche in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden. Mindestens 15 Prozent der Landesfläche Schleswig-Holsteins sollen zu Schutzgebieten und Biotopen werden. Zwei Prozent sollen sich dabei als Wildgebiete ungestört und eigendynamisch entwickeln.

Umweltminister Jan Philip Albrecht nennt das eine „grün-blaue Infrastruktur“. Im Land zwischen den Meeren mit seinen Küsten, Seen- und Flusslandschaften müsse der Begriff der blauen neben der grünen Infrastruktur etabliert werden.

Lebensräume für Pflanzen und Tiere sichern und weiterentwickeln

Mehr als die Hälfte aller in Deutschland lebenden Arten finden in Schleswig-Holstein einen Lebensraum. Daher kommt dem Schutz der Biodiversität eine besondere Rolle zu. Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie wird daher am Wiederaufbau und Schutz verschiedener Lebensräume für Tiere und Pflanzen gearbeitet. Zum Beispiel an den Mooren. Moore bedecken fast zehn Prozent der Landesfläche des echten Nordens. Und sind dadurch, dass sie viel CO2 binden wahre Klimahelden. Für die landwirtschaftliche Nutzung wurden sie jedoch bereits stark entwässert. Eine der Maßnahmen im Rahmen der Biodiversitätsstrategie ist daher die Wiedervernässung von Mooren.

Auch an den Küsten befinden sich wichtige Lebensräume für etliche Tier und Pflanzenarten. Nicht nur im Weltnaturerbe Wattenmeer. An vielen Küsten Schleswig-Holsteins entstehen neue Salzwiesen in ehemaligen Lagunen und bieten immer mehr Tieren und Pflanzen wertvolle Lebensräume. Genau wie die Wälder des Nordens. Mehr als 30 Förstereien kümmern sich um eine naturnahe Waldentwicklung. Diese und viele weitere Maßnahmen und Projekte sorgen dafür, dass der Rückgang der Biodiversität gestoppt wird und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten sich wieder entwickeln und entfalten kann.

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