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Wasserstoff auf dem Vormarsch

19. November 2021

Wasserstoff auf dem Vormarsch

Strategische Weiterentwicklung des Energieträgers der Zukunft

Das Energiewendeland Schleswig-Holstein baut seine Vorreiterrolle weiter aus. Denn nicht nur im Bereich der Windenergie, sondern auch bei der Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff will das Land seine Möglichkeiten und Standortvorteile ausschöpfen. Im Oktober 2020 hat die schleswig-holsteinische Landesregierung daher die Wasserstoffstrategie.SH beschlossen. 

Grüner Wasserstoff gilt als einer der Hoffnungsträger der Energiewende. Er kann gespeichert und für energieintensive Bereiche, beispielsweise in der Chemieindustrie, dem Schwerlastverkehr oder der Stahlproduktion eingesetzt werden. Den Zusatz „grün“ bekommt der Energieträger, wenn er klimaneutral durch Strom aus Erneuerbaren Energien entsteht. Doch noch ist der Einsatz von grünem Wasserstoff nicht wirtschaftlich. Für die Herstellung wird Strom aus erneuerbaren Energien gebraucht. Davon gibt es in Schleswig-Holstein reichlich.

Der Stoff mit dem großen Potenzial

Wasserstoff kommt in seiner reinen Form kaum vor und muss in Elektrolyse-Anlagen hergestellt werden. Er entfaltet dort seinen vollen Nutzen, wo Erneuerbare Energien im Überfluss erzeugt werden. Zum Beispiel Windenergie. Hier im Norden gibt es dafür ein besonders hohes Potenzial. Mit der Verwendung des grünen Stroms für die Wasserstoffproduktion kann das Windenergieland Schleswig-Holstein seine Wertschöpfungspotenziale voll ausschöpfen. 

Bei Starkwind müssten die Windkraftanlagen nicht mehr stillstehen – der überschüssige Strom könnte für die Erzeugung von Wasserstoff verbraucht werden. Die Voraussetzungen, um Wasserstoff effizient und emissionsfrei zu erzeugen, sind hier im Norden somit ideal.

Aufwind für Wasserstoff 

Um Wasserstoffprojekten weiteren Aufschub zu geben, stellt die Landesregierung in den kommenden Jahren 30 Millionen Euro bereit. Diese sollen vor allem Unternehmen stärken, die Elektrolyse-Anlagen installieren und die Technologien zur Wasserstoffgewinnung weiterentwickeln.

Eine neue Koordinierungsstelle unterstützt Ansiedlungen und Gründungen sowie Vernetzung und Koordination der verschiedenen Wasserstoff-Akteur*innen. Und auch bei der Förderung hilft die Koordinierungsstelle mit einem eigens geschaffenen Förderwegweiser. Hier gibt es Beratung und Hilfe auf dem Weg zur Förderung von Wasserstoffprojekten. Angesiedelt ist die neue Koordinierungsstelle bei der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH(WTSH).

Mehr über die Wasserstoffstrategie erfahren

Hier geht es zum Förderwegweiser