Logo

Freizeit

Nachhaltigkeit beginnt vor der eigenen Haustür

Grafik einer Wiese, einem Sonnenschirm und einer Sonnenliege, einem Grill, einem Fussball, einem Basketball Korb und einem Flug-Drachen.

Und Nachhaltigkeit hört nicht beim E-Auto und dem Beziehen von Ökostrom auf. In unserem Leben gibt es unzählige Bereiche mehr, die wir ganz leicht nachhaltiger gestalten können. Ein wichtiger Bereich ist die Freizeit. Ob Urlaubsreise, Wochenendtrip oder die tägliche Freizeitgestaltung: Alle können einen Beitrag leisten. Das kann eine bewusste Entscheidung für eine nachhaltig engagierte Urlaubsregion sein. Oder die Reise mit der Bahn statt mit dem Auto. Festivals und Events mit Zero-Waste-Konzepten oder Unternehmungen im Freien machen es zudem einfach, Nachhaltigkeit in der Freizeit zu leben. In Schleswig-Holstein kann das ganz leicht zum Erlebnis werden, denn der echte Norden bietet viele Naturerlebnisse. Nachhaltigkeit beginnt daher sprichwörtlich vor der eigenen Haustür.

Informieren

Über und von der Natur lernen

Wer versteht, wie Ökosysteme funktionieren und welche Aufgaben Tiere und Pflanzen darin übernehmen, versteht auch, warum sie geschützt werden müssen. Dieses Wissen vermitteln verschiedene schleswig-holsteinische Projekte, Initiativen und Stiftungen. Und das auf vielfältige Weise. Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten betreuen und entwickeln nicht nur etliche Waldgebiete in der Region. Mit Ferienaktionen, Veranstaltungen und Diskussionsrunden vermitteln sie wertvolles Wissen. Dieses können Interessierte auch gleich anwenden – zum Beispiel bei einem kurzen oder längeren Urlaub in einem der Ferienhäuser mitten im Wald.

Das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) bietet ein einzigartiges Spektrum der Nachhaltigkeitsbildung. Es wirkt als neutrale Bildungs-, Informations-, Vernetzungs-, Aktions- und Diskurs-Plattform. Mit Veranstaltungen zu ganz unterschiedlichen Themen aus dem Nachhaltigkeitsspektrum bietet es Wissbegierigen reichlich Impulse und Denkstoff.

Grafik eines Baumes.

Schlei-Ostsee Region: Garantiert nachhaltiges Reiseziel

Zertifizierungen helfen Verbraucher*innen, Qualitätsunterschiede von Produkten zu erkennen – und bieten zum Beispiel im Bereich von Lebensmitteln eine wertvolle Entscheidungshilfe. Im Bereich Freizeit und Tourismus gibt es seit 2016 ebenfalls ein Zertifikat: Das „Nachhaltige Reiseziel“. Das erste dieser Art in Schleswig-Holstein ist die Schlei-Ostsee Region, die durch TourCert begleitet und ausgezeichnet wurde. Den Bemühungen der Region liegt ein umfassendes Konzept zugrunde, das langfristig für mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Reisens, Arbeitens und Genießens sorgt. Es umfasst Veränderungen in nahezu allen Bereichen: Von der Papierauswahl, über Personalpolitik und Geschäftsreisen bis hin zur Sensibilisierung der Gäste.

Urlaubsgäste und Einheimische können nun ganz bewusst, mit unbelastetem Gewissen und im Einklang mit der Natur entspannen. Garantiert und zertifiziert.
 

Grafik von dem Umriss Schleswig-Holsteins.

Übersicht der sechs Naturparke in Schleswig-Holstein

Naturpark Lauenburgische Seen

Große Wälder und Seen prägen den ältesten Naturpark Schleswig-Holsteins.

Webseite

Naturpark Westensee

In unmittelbarer Nähe zu Kiel bietet der Naturpark Westensee stadtnahe Erholung.

Webseite

Naturpark Hüttener Berge

Die abwechslungsreiche Landschaft der Hüttener Berge kann man am besten beim Wandern zu Fuß oder auf dem Rad genießen.

Webseite

Naturpark Aukrug

Der Aukrug lädt zu ausgedehnten Streifzügen durch seine naturnahen Wälder ein.

Webseite

Naturpark Holsteinische Schweiz

Die abwechslungsreiche, liebliche Landschaft der Holsteinischen Schweiz steht für den größten Naturpark Schleswig-Holsteins.

Webseite

Naturpark Schlei

Die Schlei bietet als einzigartiger Naturraum Erholung am und auf dem Wasser.

Webseite

Fördern

Was hat Freizeit mit Biodiversität zu tun?!

Grafik eines Moors mit mehreren kahlen Bäumen.

Die kurze Antwort: eine ganze Menge. Der Zustand der Biodiversität bestimmt mit darüber, welche Pflanzen und Tiere in der Natur leben und wachsen können. Damit bestimmt die Biodiversität darüber, wie es um uns herum überhaupt aussieht. Bestäubende Insekten etwa leisten einen unterschätzten Beitrag für unsere Umwelt. Schwinden ihre Lebensräume und nimmt ihre Zahl ab, verschwinden auch die sich durch Bestäubung vermehrenden Pflanzen. Natur- und Naherholungsgebiete und Parke würden sich mit sinkender Biodiversität verändern. Mit einem bewussten Freizeitverhalten können alle dazu beitragen, dass Diversität erhalten bleibt. In Schleswig-Holstein wird der Erhalt der Biodiversität sogar strategisch angegangen.

Biodiversität mit Strategie

Fast die Hälfte der Tier- und Pflanzenarten Schleswig-Holsteins stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Viele naturnahe Lebensräume wie Moore, Auen und Wälder sind in keinem guten Zustand. Um diese Entwicklung zu stoppen, hat Schleswig-Holstein mit einer neuen Biodiversitätsstrategie eine Trendumkehr eingeleitet. Im Mittelpunkt der aus drei Säulen bestehenden Strategie stehen neben der Bildungsinitiative und der neuen Akteursplattform insbesondere der Erhalt und die Entwicklung der Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Für die landestypischen Moore, Wälder, Heiden und Gewässer bringt das Land ein Maßnahmenpaket auf den Weg. So soll auf etwa 30 Prozent der Landesfläche die grün-blaue Infrastruktur des Landes entwickelt und ein guter ökologischer Zustand etabliert werden. Dabei werden bis 2030 mindestens 15 Prozent der Landesfläche als Schutzgebiet- und Biotopverbundsystem wirken können. Zwei Prozent der Landesfläche sollen als Wildnisgebiete einer ungestörten Entwicklung überlassen werden. Durch die Renaturierung stärkt Schleswig-Holstein nicht nur die Biodiversität, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zum Klima-, Boden- und Gewässerschutz.

Entdecken

Eine Tourismusregion auf dem Weg in die Zukunft

Urlaub an Nord- oder Ostsee oder im Binnenland – bei deutschen und internationalen Urlaubsgästen nach wie vor sehr beliebt. 78 Prozent wollen dabei vor allem Natur erleben. Dafür bietet der echte Norden die idealen Bedingungen. Jetzt gilt es, die Natur und Schönheit des Nordens für künftige Generationen und Gäste zu erhalten. In zahlreichen zukunftsweisenden Initiativen und Projekten geht die Tourismusbranche diese Veränderungen an. Dabei geht es um Themen wie nachhaltige Mobilität. Regionale Produktion. Erneuerbare Energien und Ressourcenschonung in Tourismusbetrieben. Aber auch um Sensibilisierung von Gästen und Einheimischen für Nachhaltigkeit. Und so verändert sich die Urlaubsregion. Damit sie so bleiben kann, wie sie ist: nordisch schön mit ihren Meeren, Seen und Wäldern und deren Artenvielfalt.

Entdecken

Nachhaltiger Urlaub ist gefragt
Infografik zeigt, dass 61% eine möglichst umweltfreundliche Urlaubsplanung bevorzugen. 6% achten auf eine Nachhaltigkeitskennzeichnung der Unterkunft oder des Reiseveranstalters und 3% tätigen eine CO2-Kompensation für An-/Abreise oder Aufenthalt. Die nachhaltige Orientierung der Tourismusregion Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Beitrag zum Kilmaschutz und einer lebenswerten Zukunft. Sie entspricht auch den Wünschen und Erwartungen der Reisenden. In einer aktuellen Befragung wollte das Bundesumweltministerium wissen: Welche Aspekte der Nachhaltigkeit spielen bei Ihrer Urlaubsplanung eine Rolle? 61 Prozent der Befragten legen demnach Wert auf einen ressourcenschonenden, sozialverträglichen und umweltfreundlichen Urlaub. Quelle: FUR; BMU © Statista 2021

Aktivieren

Wie geht nachhaltiger Urlaub?

Wir alle brauchen Erholungspausen. Und möchten gern die Welt außerhalb unseres alltäglichen Radius entdecken. Und nachhaltig soll das auch noch sein. Aber mit dem Fahrrad nach Italien? Das schaffen wohl nur die wenigsten von uns. Für alle anderen gibt es vielfältige Möglichkeiten, nachhaltig Urlaub zu machen. Dabei helfen drei Strategien, einen nachhaltigen Urlaub zu planen.

Strategie #1: Heimat entdecken

Die erste und umweltfreundlichste Strategie heißt: CO2-Emissionen vermeiden. Urlaub zuhause oder in der Heimatregion sind nicht umsonst zu Trends avanciert. Das spart nicht nur Geld und CO2. Sondern bietet die Chance, bisher unbekannte Ecken der Region zu entdecken. Gasthäuser und Seen. Zeltplätze und Wanderrouten. Und vieles Unbekannte mehr. Denn das Gute liegt manchmal näher als wir glauben.

Strategie #2: Alternativen prüfen

Wir sollten uns fragen: Müssen wir wirklich fünf Mal im Jahr auf die Kanaren, auf die Malediven und in den Ski-Urlaub? Können wir mit der Bahn statt mit dem Auto fahren? Welche Urlaubsregionen können wir unterstützen, die besonders viel für Nachhaltigkeit tun? Wenn Reisende Alternativen prüfen, können sie dabei nicht nur CO2 sparen, sondern ganz neue Möglichkeiten entdecken.

Strategie #3: CO2-Ausstoß kompensieren

Wer mehr Nachhaltigkeit in sein Leben bringen und dennoch fliegen möchte, muss nicht für immer auf das Flugzeug verzichten. Sind die ersten beiden Optionen ausgeschöpft, bietet der CO2-Ausgleich einen Ausweg. Dabei unterstützen Reisende Klimaschutzprojekte finanziell. Viele Fluggesellschaften bieten bereits beim Buchen des Flugtickets die Möglichkeit, den CO2-Ausstoß zu kompensieren. Aber auch unabhängig vom Fluganbieter können Reisende CO2-Ausgleichszertifikate erwerben. Und so die bei der Reise entstehenden Emissionen ausgleichen. Das gilt auch für Reisen mit anderen Verkehrsmitteln als dem Flugzeug. Und selbstverständlich lassen sich nicht nur die beim Reisen verursachten Emissionen kompensieren.

Der CO2-Ausgleich geht übrigens auch regional. In Schleswig-Holstein gibt es eine Reihe spannender Klimaschutzprojekte.
 

Grafik einer Weltkugel, die von einem Flugzeug umkreist wird.
Kommt gut an: CO2-Kompensation bei Flügen
Der nachhaltigste Weg zum Senken des CO2-Ausstoßes ist es, Emissionen gar nicht erst entstehen zu lassen. Lässt sich das jedoch nicht vermeiden, ist die CO2-Kompensation eine gute Alternative. Sie wird laut einer Umfrage aus dem Jahr 2019 gut angenommen: Die Bereitschaft, einen Aufpreis zur CO2-Kompensation zu zahlen, ist hoch: 70 % der Befragten würden die durch ihren Flug verursachten Emissionen kompensieren. Jeder vierte wäre sogar bereit, bis zu 30 % des Flugpreises zu bezahlen. Der nachhaltigste Weg zum Senken des CO2-Ausstoßes ist es, Emissionen gar nicht erst entstehen zu lassen. Lässt sich das jedoch nicht vermeiden, ist die CO2-Kompensation eine gute Alternative. Sie wird laut einer Umfrage aus dem Jahr 2019 gut angenommen: Die Bereitschaft, einen Aufpreis zur CO2-Kompensation zu zahlen, ist hoch: 70 Prozent der Befragten würden die durch ihren Flug verursachten Emissionen kompensieren. Jeder vierte wäre sogar bereit, bis zu 30 Prozent des Flugpreises zu bezahlen. Quelle: Urlaubspiraten © Statista 2020

CO2-Ausgleich? Regionale Klimaschutzprojekte unterstützen!

In Schleswig-Holstein wird Klimaschutz großgeschrieben. Das zeigt sich nicht nur im Klimabewusstsein der Schleswig-Holsteiner*innen. Sondern in nachhaltigen und engagierten Projekten. Zum Beispiel im langfristig angelegten Projekt zur Vernässung der landestypischen Moore. Als Kohlenstoffspeicher sind die enorm wichtig für eine gesunde Umwelt. Mit dem Kauf der regionalen Klimaschutzzertifikate „MoorFutures“, kann jede*r dazu beitragen, die Moorgebiete wiederaufzubauen. Und für die Zukunft zu stärken. Ein MoorFuture entspricht dabei einer Tonne CO2. So kann jede*r den eigenen errechneten Fußabdruck kompensieren und dabei den regionalen Klimaschutz aktiv fördern. Das ist Klimaschutz made in Schleswig-Holstein.

Jetzt Klimaschutz fördern

Aktiv werden und die eigene Region mitgestalten

Schleswig-Holstein verändert sich, aber wir können unsere Umwelt mitgestalten und sie so noch schöner machen. Dazu haben sich 22 lokale Aktionsgruppen gebildet. Alle 22 Regionalgruppen sind durch die EU als „AktivRegionen“ anerkannt und werden in der aktuellen Förderperiode (2014 – 2023) gefördert. Sie setzen dabei das LEADER-Konzept der Europäischen Union um. Der Ansatz sieht regionale Partnerschaften aus privaten und öffentlichen Akteuren vor, die gemeinsam die Entwicklung der Region voranbringen. Dabei steht die nachhaltige Entwicklung der Region im Vordergrund. Das Portal der AktivRegionen bietet aber auch die Möglichkeit, spannende und nachhaltige Projekte, Ausflugsziele, Aktivitäten und mehr zu entdecken. Also: Jetzt informieren, entdecken und in der eigenen Region aktiv werden!

Entdecken

Nachhaltigkeitspreis: Schleswig-Holstein sucht das Nachhaltigkeits-Talent

Die Welt von Morgen können und müssen wir schon heute gemeinsam gestalten. Und dazu braucht es gute Ideen. Für Aufwind für diese Ideen sorgt der Nachhaltigkeitspreis: Seit 2009 werden alle zwei Jahre Projekte aus dem Bereich Nachhaltigkeit gekürt und mit einer Gesamtfördersumme von 12.000 Euro gefördert. Und das Beste: Mitmachen können alle aus Schleswig-Holstein: Einzelpersonen und Gruppen, Unternehmen und Initiativen, Vereine oder Kommunen. Guten Ideen sind in Schleswig-Holstein eben keine Grenzen gesetzt.

Hier inspirieren lassen

Grafik einer Tafel mit unleserlichen Text und einem Siegel.