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Konsum

Der Öko-Einkaufswagen

Auch die Gewohnheiten beim Einkaufen bietet große Möglichkeiten CO2 einzusparen. Die Chancen dafür stehen gut. Denn der echte Norden bietet viele Möglichkeiten, fair und verantwortungsvoll zu konsumieren. Ein wichtiges Zünglein an der Waage. Denn je mehr Schleswig-Holsteiner*innen nachhaltig handeln, desto mehr wächst das Angebot für nachhaltige Konsumgüter.

Grafik eines Einkaufswagens, gefüllt mit Flaschen.

Informieren

Ausgaben für umweltfreundliche Produkte

Die Umwelt ist’s uns wert

Immer mehr Menschen finden es okay, sich Umweltschutz etwas kosten zu lassen. Waren 2016 gerade einmal knapp 20 Prozent der Deutschen bereit, mehr Geld für umweltfreundliche Produkte auszugeben, sind es im Jahr 2020 schon rund 26 Prozent. Das Nachhaltigkeit aber immer einen Aufpreis bedeutet ist ein Trugschluss. Ob Saisonale Lebensmittel oder Second-Hand. Nachhaltiges Einkaufen kann sich auch positiv im Geldbeutel bemerkbar machen.

Anzahl der Personen in Deutschland, die bereit sind, für umweltfreundliche Produkte mehr zu zahlen, 2016 bis 2020 (in Millionen)
Infografik zeigt die Anzahl der Personen in Deutschland, die bereit sind, für umweltfreundliche Produkte mehr zu zahlen. Es ist ein deutlicher Anstieg von 2016 bis 2020 zu erkennen. Aufwärtstrend der Bereitschaft für umweltfreundliche Produkte mehr zu zahlen. Quelle: IfD Allensbach © Statista 2020
Konsumprioritäten

Wohin mit unserem Geld?

Lebensmittel, Urlaub und Wohnen: Das sind die Top 3 Konsumprioritäten der Deutschen. In allen Bereichen gibt es nachhaltige Alternativen.

Wofür geben die Deutschen am liebsten ihr Geld aus (2020)?
Infografik zeigt dass die Deutschen ihr Geld in absteigender Reihenfolge für folgende Dinge ausgeben: Lebensmittel, Urlaubsreisen, Wohnen/Wohnungseinrichtung, Freizeit, Gesundheit, Kleidung/Aussehen, Kurz- und Wochenendreisen, Medien, Vorsorge, Auto. Konsumprioritäten der Deutschen auf einen Blick. Quelle: RA online 11/2020
Beliebte Maßnahmen eines nachhaltigen Konsums

Klimaschoner regionale Lebensmittel 

Ändern wir unser Konsumverhalten ganz von alleine? Mehr regionale und saisonale Lebensmittel kaufen – für 34 Prozent der Befragten ein gutes Mittel, um einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. 17 Prozent können sich vorstellen, weniger zu fliegen. 16 Prozent würden zugunsten des Klimas weniger oder kein Fleisch mehr essen. Nur 11 Prozent möchten das Auto in Zukunft öfter stehen zu lassen. 4 und 1 Prozent würden dem Klima zuliebe ihren Strom- und Heizverbrauch drosseln. Der Konsum bietet also noch Platz nach oben – denn hier verbergen sich große Einspar-Potenziale fürs Klima und den Geldbeutel. Wichtig ist aber ein ansprechendes Angebot zu schaffen, um die Nachfrage zu steigern.

Nachhaltiger Konsum
Infografik über beliebte Maßnahmen eines nachhaltigen Konsums in absteigender Reihenfolge: Regionale und saisonale Lebensmittel kaufen, weniger fliegen, weniger oder kein Fleisch essen, weniger Auto fahren, weniger Strom verbrauchen, weniger heizen. Beliebte Maßnahmen eines nachhaltigen Konsums. Quelle: Deutschland; Civey; 17. bis 19.09.2019; 5.002 Befragte
Cradle to Cradle

Der perfekte Kreislauf

Die meisten Produkte landen nach ihrer Benutzung im Müll. Immer neue Produkte verbrauchen immer neue Rohstoffe. Doch die Ressourcen der Erde sind endlich. Das Cradle-to-Cradle-Prinzip denkt in Kreisläufen: Produkte werden endlos weiterverwendet. Entweder, weil sie von Vornherein für ein langes Leben gemacht sind oder weil man sie reparieren oder recyceln kann. Für die Produktion werden ausschließlich Erneuerbare Energien genutzt. Zero waste und zero emission – also die vollständige Vermeidung von Abfall und Emissionen – sind das Ziel.

Grafik eines blauen Schraubenschlüssels.

Kreislaufwirtschaft kann jede*r

Wie Kreislaufwirtschaft geht? Entweder, indem man Unternehmen unterstützt, die das Cradle-to-Cradle-Prinzip anwenden. Das sind beispielsweise Händler, die Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft nutzen oder Materialien aus Biomasse und recycelten Materialien verwenden. Aber auch der Einkauf im Second-Hand-Laden, der Coffee-to-go im Mehrwegbecher oder Geschenke-Shopping auf Flohmärkten entsprechen dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. 

Grafik einer Waschmaschine.

Reparieren statt wegwerfen

Seit dem 1. März 2021 gilt das Recht auf Reparatur. Viele Produkte müssen seitdem strengere Richtlinien an die Reparierbarkeit erfüllen. Das Recht auf Reparatur gilt zurzeit nur für größere elektrische Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Fernseher. Aber auch bei anderen Produkten lohnt sich der Griff zum Schraubenzieher. Entweder in der eigenen Garage oder in einer der offenen Werkstätten in Schleswig-Holstein – zum Beispiel im Reparatur-Cafe in Kiel-Gaarden oder der Reparierwerkstatt der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde.

Neues Leben für alte Schätze

Produkte, die nicht mehr repariert werden können, sind häufig immer noch zu gut für den Müll. Mit Upcycling schenkt man ihnen ein neues Leben. Aus LKW-Planen entstehen Umhänge-Taschen, aus Gummistiefeln Blumenvasen. Auch in Schleswig-Holstein bieten viele Unternehmen Upcycling-Produkte an. Wer selbst die Bastelschere in die Hand nehmen möchte findet zum Beispiel auf der Internetseite der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde Inspirationen.

Fördern

GründerCup

Der GründerCup der KielRegion belohnt Geschäftsideen. Neben den Kategorien Startup und Innovation können auch besonders nachhaltige Businesspläne punkten. 2.500 € winken den Sieger*innen des Nachhaltigkeitspreises. Voraussetzung ist, dass die Gründer*innen mit ihrem Business mindestens eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung erfüllen und eine wasserfeste Strategie vorlegen können. Bewerben können sich Startups aus der KielRegion (Kreis Plön, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Landeshauptstadt Kiel), die nicht älter als drei Jahre sind.

Yooweedoo Ideenwettbewerb

Bis zu 50.000 € stehen beim yooweedoo Ideenwettbewerb für innovative Ideen und Vorhaben aus den Bereichen ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit bereit. Pro Idee winken bis zu 2.000 € Preisgeld. Die Projekte dürfen zum Einsendeschluss nicht älter als 2 Jahre sein. Voraussetzung für die Bewerbung ist außerdem ein tragfähiges Geschäftsmodell und dass das Projekt überwiegend in Schleswig-Holstein zu Hause ist.

Kieler Klimathon

Was ist mein persönlicher CO2-Fußabdruck – und wie kann ich ihn verbessern? Antworten darauf gibt’s beim Kieler Klimathon. 6 Wochen lang geben die Teilnehmer*innen Daten über ihre Konsum- und Verhaltensmuster in eine App ein. Mehr als 30 Challenges helfen dabei, „grüner“ zu werden – zum Beispiel weniger Auto fahren oder regionaler einkaufen. Für erfolgreich beendete Challenges gibt’s Klimapunkte. Und noch viel wichtiger: das gute Gefühl, etwas gegen den Klimawandel getan zu haben.

Aktivieren

Kompass Nachhaltigkeit

So wird Beschaffung nachhaltig

Unternehmen, die sozial und ökologisch verantwortungsvoll einkaufen und Aufträge vergeben wollen, finden im Webportal Kompass Nachhaltig wertvolle Orientierung. Über die Suche findet man beispielsweise Gütezeichen, die den eigenen Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen. Per Klick gelangt man zu Unternehmen, die Produkte mit dem ausgewählten Gütezeichen anbieten. Für Kommunen bietet der Kompass Nachhaltigkeit zusätzliche Funktionen.

Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Beschaffung und Vergabe

Gut beraten – verantwortungsvoll handeln

Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Beschaffung und Vergabe (KNBV) unterstützt Kommunen und öffentliche Träger dabei, soziale, ökologische und ökonomische Kriterien im Einkauf zu berücksichtigen. Neben dem Beratungsangebot findet man auf der Webseite des KNBV Informationen zur nachhaltigen Beschaffung, Termine und spannende Projekte aus Schleswig-Holstein.

Grafik einer weißen Blume.
Nordisch grün

So nachhaltig ist Schleswig-Holstein

Wo in Schleswig-Holstein kann man nachhaltig einkaufen? Was sind grüne Ausflugsziele im echten Norden? Welche Initiativen für nachhaltigen Konsum gibt es? Antworten auf diese Fragen gibt‘s im Blog Nordisch grün. Die Nordlichter Larissa und Annika informieren über Tipps und Tricks für umweltverträglichen Konsum in Schleswig-Holstein – ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

Kostbares in Kiel

Kostbare Kost

Die Fibel „Kostbares in Kiel“ stellt Läden, Cafés und Initiativen vor, die zum Beispiel Fairtrade Produkte anbieten, biologisch erzeugte Waren verkaufen oder auf Regionalität setzen. Übersichtliche Balken zeigen an, zu welchem Grad die Kriterien erfüllt werden. Der Download der Fibel ist gratis.

NUN-Zertifizierung

Ausgezeichnete Bildungsarbeit

nun steht für norddeutsch und nachhaltig. Das Siegel kennzeichnet Personen und Einrichtungen, die Bildungsarbeit im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)1 leisten. Die Qualitätsstandards für eine NUNnun-Zertifizierung haben die Partnerländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt gemeinsam entwickelt. Freiberufliche Personen, Vereine, Verbände, Stiftungen und andere Organisationen können sich kostenlos zertifizieren lassen. Mit dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume sowie dem Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum sind auch zwei Landeseinrichtungen für ihre BNE nun-zertifiziert.

Fairtrade-Siegel

Städte handeln fair

Neumünster, Rendsburg und Kiel sind als Fairtrade-Städte ausgezeichnet. Die Auszeichnung geht an Städte, die ein großes Fairtrade-Netzwerk in den Bereichen Gastronomie, Handel, Bildung und Vereinen anbieten. Aber was ist eigentlich Fair Trade? Eine Übersicht zu Fairtrade-Siegeln hilft bei der Entscheidung für nachhaltigen und gerechten Konsum.

Grafik einer Stadt mit vier Hochhäusern, einer Straße zwischen den Häusern und einem roten Auto.